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Bundesliga - Trotz "Heimspiel" in Sinsheim: Hamburger SV auswärts weiter schwach
- Aktualisiert: 13.12.2025
- 17:32 Uhr
- SID
Der Hamburger SV kommt auswärts einfach nicht auf die Beine. Auch im gefühlten Heimspiel in Sinsheim geht der Aufsteiger leer aus.
Beim Gang in die Kurve unter dem Applaus der mitgereisten Fanmassen durften sich die Profis ein wenig wie im Volkspark fühlen, der Blick auf die Anzeigetafel verriet allerdings überdeutlich die Auswärtsfahrt. Mit 1:4 (0:2) geriet der schwache Hamburger SV bei seinem "Heimspiel" in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim unter die Räder - der Aufsteiger wartet seit über siebeneinhalb Jahren auf einen Erstliga-Auswärtssieg.
"Die Leistung war nicht so, dass wir als Sieger vom Platz gehen konnten", sagte HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes bei Sky: "Wir sind ein Aufsteiger, solche Spiele passieren, das müssen wir annehmen." Der HSV bleibt in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz. Die Norddeutschen holten auswärts bisher nur zwei von 21 möglichen Punkten.
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Grischa Prömel (8.), Ozan Kabak (31.), Tim Lemperle (65.) und Fisnik Asllani (72.) trafen für die Hoffenheimer, die weiter gut im Europacup-Rennen liegen. Das Tor durch den eingewechselten Rayan Philippe (82.) war zu wenig für Hamburg. In der Nachspielzeit verschoss Philippe einen Handelfmeter (90.+1).
Für den erhofften Auswärtssieg tat der Hamburger Anhang alles. Weit über 10.000 HSV-Fans in der mit 30.150 Zuschauern ausverkauften Sinsheimer Arena verwandelten das Gastspiel der Hanseaten in ein Heimspiel. "Wir sind maximal bereit, alles zu investieren für die 12.000 bis 15.000 HSV-Fans hier", sagte der Hamburger Trainer Merlin Polzin kurz vor dem Anpfiff.
Hamburg nur kurz vor und nach der Pause gut
Sein Gegenüber Christian Ilzer würdigte TSG-Star Andrej Kramaric schon vor seinem 300. Bundesligaspiel als "ganz große Größe" in der Eliteklasse. "Davon habe ich nie geträumt. Ich fühle mich fit und gesund", sagte Kramaric, der die Qualifikation zur Champions League als Ziel ausgab.
Die Hamburger kamen ganz schlecht in die Partie. Der völlig freistehende Prömel brachte die TSG früh per Kopf in Führung. Es war bereits das fünfte Saisontor des Mittelfeldspielers. Prömel untermauerte seine starke Form durch die Vorarbeit zum Treffer von Kabak. Der Innenverteidiger beschenkte sich bei seinem Startelf-Comeback selbst, er war nach einem Kreuzbandriss lange außen vor gewesen.
Gegen Ende der ersten Hälfte wurde der HSV etwas besser und sorgte immerhin für ein wenig Gefahr vor dem Kasten von Nationaltorhüter Oliver Baumann. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Miro Muheim das Anschlusstor auf dem Fuß. Baumann parierte den fulminanten Distanzschuss des Mittelfeldspielers stark (49.). Dennoch blieben die Gäste am Drücker, die Kraichgauer agierten zu passiv.
Das änderte sich nach einer Stunde. Die Hoffenheimer übernahmen wieder das Kommando, der HSV zeigt erneute Abwehrschwächen, die Lemperle nutzte. Danach durfte Kramaric unter dem Applaus der TSG-Fans sein Jubiläumsspiel vorzeitig beenden. Für den Kroaten kam Asllani, der prompt traf. Philippe sorgte für Ergebniskosmetik, vergab dann aber vom Punkt.
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