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FC Bayern München: Max Eberl über Kompanys Rassismus-Rede: "Mich hat das tief berührt"

  • Aktualisiert: 21.02.2026
  • 19:15 Uhr
  • ran.de
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© Oliver Ruhnke

Das bemerkenswerte Plädoyer von Vincent Kompany zum Umgang mit Rassismus hat auch beim FC Bayern Eindruck hinterlassen. Sportvorstand Max Eberl und Harry Kane zeigten sich tief beeindruckt. Kompany selbst erklärte am Tag nach der Rede, auf welche Wirkung er hofft.

Es war eine bemerkenswerte Pressekonferenz des FC Bayern München am Freitag vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Knapp zwölf Minuten nahm sich Trainer Vincent Kompany, um seine Gedanken zum möglichen Rassismus-Vorfall in der Champions-League-Partie zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid am Dienstag zu erläutern.

Darin verteidigte der 39-Jährige Real-Star Vinicius Junior, kritisierte Benfica-Coach Jose Mourinho deutlich und hielt ein Plädoyer für ein Aufeinanderzugehen in der Gesellschaft.

Kompanys Rede hallte nach und blieb auch rund um Bayerns 3:2-Sieg gegen Frankfurt Gesprächsthema.

FCB-Sportvorstand Max Eberl sagte nach der Partie zu den Ausführungen des Trainers: "Es kann keiner besser machen als er. Mich hat das tief berührt. Mich hat das als Mensch, nicht als Sportvorstand berührt und mir aus der Seele gesprochen. Und ich finde, wir brauchen gar nichts hinzufügen."

Kompanys Rede stehe laut Eberl für sich und sei "herausragend" gewesen. "Unsere Aufgabe ist, das jetzt so zu leben", so der 52-Jährige. Beim FC Bayern sei man "extrem glücklich, dass wir Vincent als Trainer haben, dass er so eine großartige Persönlichkeit ist, durftet ihr jetzt alle kennenlernen. Das darf ich schon seit 18, 19, 20 Monaten kennenlernen."

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VIDEO: Vinicius Jr. Rassismus-Vorfall: Vincent Kompany wird emotional

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Harry Kane: "Ich bin stolz, ihn als Trainer zu haben"

Auch Bayern-Torjäger Harry Kane zeigte sich nach dem Sieg gegen Frankfurt beeindruckt von Kompanys Statement: "Er war sehr leidenschaftlich und hat seine eigenen Erfahrungen mit eingebracht. Er ist nicht nur ein taktisch großartiger Fußballtrainer, sondern in meinen Augen auch eine großartige Person. Deswegen hat er so eine gute Verbindung zum Team. Er ist offen und ehrlich."

Der Engländer sei "stolz, ihn als Trainer zu haben". Kompany sei für ihn ein "großartiger Repräsentant für Bayern München".

Auch Joshua Kimmich nannte die Ausführungen seines Trainers "sehr wichtig". Für den 31-Jährigen ist klar: "Natürlich sollten wir alle dieses Thema verurteilen. Trotzdem ist es für mich, für uns, glaube ich schwierig, das eins zu eins nachzuempfinden."

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Vincent Kompany: "Das war ein ganz spontaner Moment"

Auch Kompany selbst wurde auf der Pressekonferenz am Samstagabend auf die große Wirkung seines Plädoyers vom Freitag angesprochen. "Das war für mich ein ganz spontaner Moment", erklärte er seine Motivation: "Dieses Gefühl hatte ich schon oft in meinem Leben."

Allerdings wollte der Belgier inhaltlich keine weiteren Punkte hinzufügen: "Ich glaube nicht, dass wir jetzt etwas gewinnen, wenn ich das noch in den nächsten zwei, drei Tagen weiter mache. Ich habe in diesem Moment alles gesagt." Kompany wollte mit seinen Ausführungen "keine Seite stärken". Er möchte stattdessen "einen Teil dazu beitragen, dass wir wieder besser zusammenfinden können. Darauf hoffe ich in der Zukunft."

Bereits am Freitagabend lobte Bayern-Präsident im Rahmen der Veranstaltung "Night of the Legends" seinen Trainer: "Ich habe das schon öfter in Interviews gesagt: Vincent Kompany ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz ein super Typ. Der tut uns so gut."

Kompanys Statement sei "intelligent, wohlüberlegt und genau auf den Punkt und damit hat er viele aufgerüttelt, aber auch viel Mut gemacht."

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