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FC Bayern München

FC Bayern München nach nächstem Rückschlag: Zu viel Wut und ein mögliches Transferziel beim HSV

  • Veröffentlicht: 01.02.2026
  • 11:22 Uhr
  • Oliver Jensen

Der FC Bayern München kam beim Hamburger SV nicht über ein 2:2 hinaus. Schuld sollen unter anderem der Schiedsrichter und die Ballkinder sein - aber auch die besondere Taktik des HSV.

aus Hamburg berichtet Oliver Jensen,

Der FC Bayern München hat nur einen Punkt aus den vergangenen zwei Bundesligaspielen gegen den FC Augsburg (1:2) und den Hamburger SV (2:2) geholt.

Die Gründe für das Unentschieden in Hamburg waren vielfältig: der Schiedsrichter, die Ballkinder und der enge Spielplan sollen mit hineingespielt haben. Und dann wäre da noch ein 18-jähriger HSV-Verteidiger, der das Interesse des FC Bayern entfacht haben könnte.

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FC Bayern: "Waschmaschinen-Fußball" sorgt für Probleme

Gleiches Duell, unterschiedlicher Spielverlauf.

Am 3. Spieltag war der Klassenunterschied zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV offensichtlich. Bereits nach 29 Minuten lag der Rekordmeister mit 4:0 vorne - und gewann 5:0.

Gut vier Monate später trafen die beiden Mannschaften nun erneut aufeinander - und erlebten eine völlig andere Partie.

Die Hanseaten hatten zwar lediglich 28 Prozent Ballbesitz, mit 14 Torschüssen aber einen Abschluss mehr als der Gegner. Der Außenseiter hätte sogar gewinnen können, hätte Alphonso Davies nicht in der 74. Minute einen Schuss von Fabio Vieira kurz vor der Linie geklärt.

Wie es zu erklären ist, dass der FC Bayern solche Probleme hatte? "Der HSV spielt sehr, sehr intensiv Fußball", erklärte Sportvorstand Max Eberl. "Wir nennen das ein Stück weit Waschmaschine – sie drehen, sie drehen im Grunde mit ihrer ganzen Mannschaft. Das war das Gefährliche, vor dem wir auch Respekt hatten."

Damit gemeint waren die vielen Positionsveränderungen im Spiel der Norddeutschen. Dadurch wurde die Ordnung im Spiel des FC Bayern durcheinandergebracht.

HSV-Trainer Merlin Polzin erklärte das Prinzip: "Durch die Rotationsbewegungen haben wir es immer geschafft, den Gegner auf so eine Art Reise mitzunehmen und deren Mann-zu-Mann-Orientierung für uns zu nutzen."

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Bayern geriet "in Rage"

Schiedsrichter Harm Osmers war nach dem Spiel das große Thema. Harry Kane fluchte sogar in den Katakomben, er wäre der "Schlechteste, den ich je im Fußball getroffen habe."

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Das Wichtigste in Kürze

Eberl drückte sich etwas gewählter aus, äußerte aber ebenfalls deutliche Kritik: "Für das Produkt Bundesliga war es heute so, dass der Schiedsrichter auf sehr, sehr viele Fallen des HSV hereingefallen ist."

Doch damit nicht genug - auch die Ballkinder bekamen von Eberl ihr Fett weg. "Mich nervt das Zeitspiel. Ich bin froh, wenn wir endlich dieses Ballsystem haben, bei dem die Bälle einfach am Boden liegen. Wenn die Balljungen die Bälle festhalten, macht das das Spiel kaputt."

Er wollte dies zwar nicht als Ausrede gelten lassen, aber gab zu: "Wir haben uns davon auch ein Stück weit emotionalisieren lassen. Wir waren dann in Rage, nicht mehr so cool, wie wir es schon waren."

Enger Spielplan, fehlende Energie

Der FC Bayern blickt auf anstrengende Tage zurück. "Es war ein sehr komplizierter Januar mit den sieben Spielen in 20 Tagen", sagte Eberl.

Die hohe Belastung war der Mannschaft anzusehen. Kaum ein Spieler des FC Bayern präsentierte sich in Bestform. "Wir mussten heute kämpfen", sagte Manuel Neuer. "Dass die anderen Mannschaften, die nicht international spielen, frischer sind als wir, ist auch klar."

Trainer Vincent Kompany sah es positiv. Er sprach der Mannschaft Respekt dafür aus, dass sie trotz der vielen Spiele "wieder diese Energie gebracht und bis zum Ende weitergemacht haben."

Nun dürfte es der Mannschaft gut tun, bis zum nächsten Spiel am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim durchschnaufen zu können.

"Wir wollen die Woche nutzen, damit die Energie beim nächsten Spiel wieder da ist", sagte Kompany. Auch Eberl ist froh, dass der Januar "vorbei ist. Wir können vom Kopf her mal abspannen und runterfahren."

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Bayern macht die Bundesliga wieder unfreiwillig spannend

Der FC Bayern gerät unerwartet ins Stolpern. Borussia Dortmund könnte mit einem Sieg am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim den Rückstand auf sechs Punkte verkürzen.

"Wir werden schauen, was Dortmund macht", sagte Eberl. "Wir wollen unsere Spiele gewinnen – das ist, was zählt. Wir haben uns einen großen Vorsprung herausgespielt. Jetzt hast du gegen Augsburg verloren, hier unentschieden gespielt – die Konkurrenz könnte nachziehen, aber das ist nicht mehr in unserer Hand."

Die Stimmungslage hat sich gedreht. "Vor 14 Tagen wurden wir noch darauf angesprochen, dass die Liga langweilig sei, dass man etwas ändern müsse, dass wir einen Salary Cap (Gehaltsobergrenze, Anm.d.Red.) brauchen – keine Ahnung, was ich da alles beantworten musste", so Eberl. "Ich habe immer wieder gesagt: Ein Bundesligaspiel ist verdammt kompliziert, jedes einzelne."

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Luka Vuskovic wäre ein Spieler für den FC Bayern

Er ist erst 18 Jahre alt - und dennoch der große Anführer des Hamburger SV. Innenverteidiger Luka Vušković ist nicht nur defensiv stark, sondern auch in der Offensive ein Unterschiedsspieler. Mit seinem Kopfball sorgte er gegen den FC Bayern für das 2:2.

Vier Bundesliga-Tore hat der Kroate in der laufenden Saison bereits erzielt - kein Hamburger traf öfter. Sein Marktwert wird von "transfermarkt.de" bereits auf 40 Millionen Euro geschätzt.

"Luka spielt in einer Mannschaft, die seine Qualitäten braucht, um erfolgreich zu sein", lobt HSV-Trainer Polzin. "Die guten Leistungen von ihm kommen nicht per Fingerschnipsen, sondern durch harte Arbeit."

Bayern-Trainer Kompany lobte Vuskovic bereits bei der Pressekonferenz am Freitag. "Er ist ein großes Talent. Die Bundesliga ist für einen jungen Innenverteidiger eine schwierige Liga, da muss man körperlich stark sein. In einer wichtigen Funktion beim HSV zu sein, ist optimal."

Die Ausleihe von Tottenham Hotspur gilt noch bis zum Saisonende. Längst dürfte er auch das Interesse anderer Vereine geweckt haben - auch der FC Bayern soll interessiert sein.

Als ran Eberl auf Vuskovic ansprach, antwortete er knapp: "Das ist nicht unsere Baustelle."

Und doch dürfte er wissen, dass ein Spieler dieser Qualität ein Kandidat für den FC Bayern wäre.

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