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Bundesliga

FC Bayern: Nico Williams der beste Transferkandidat? Was ihn von Rafael Leao und Co. unterscheidet

  • Aktualisiert: 11.06.2025
  • 13:08 Uhr
  • Justin Kraft
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Der FC Bayern München sucht den Superstar. Auf der aktuellen Kandidatenliste hat vor allem einer das Zeug dazu: Nico Williams.

Von Justin Kraft

Die Absage von Florian Wirtz hat dem FC Bayern München das Leben auf dem Transfermarkt deutlich erschwert. Klar ist derzeit nur, dass sich der Rekordmeister im Angriff neu aufstellen möchte – mindestens ein neuer Offensiv-Star soll dafür her.

Auf die Frage, wer das sein soll, gibt es in der Gerüchteküche derzeit überwiegend Antworten, die bei den Fans eher Ernüchterung auslösen. Viel Geld wäre nötig, wenig Hoffnung auf einen echten Top-Transfer gibt es dafür im Gegenzug.

Mit Nico Williams könnte sich das jetzt ändern. Der 22-Jährige bringt ein vielversprechendes Profil mit, das ihn von anderen Konkurrenten abhebt.

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Was sucht der FC Bayern eigentlich?

Zunächst mal ist aber wichtig, was der FC Bayern überhaupt sucht. Denn es steht nicht etwa ein Zehner im Mittelpunkt, den man mit Wirtz geholt hätte. Diese Ausnahme hätte man ausschließlich für diesen Unterschiedsspieler gemacht.

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Das Wichtigste in Kürze

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  • Holt ten Hag einen 95-Millionen-Mann zu Bayer 04 Leverkusen?

Max Eberl und Co. sind auf der Suche nach einem Flügelspieler. Einer mit Tempo, Torgefahr, technischen Qualitäten und mehr Zug zum Tor, als es bei Jamal Musiala und Michael Olise beispielsweise der Fall ist. Im Prinzip suchen sie Serge Gnabry, Kingsley Coman und Leroy Sane – aber in einer konstanteren Version.

Und genau das macht es so kompliziert. Zwar haben die drei Bayern-Spieler in der Vergangenheit viel Kritik abbekommen, doch schaut man sich den aktuellen Markt an, gibt es kaum Alternativen, die klare Besserung garantieren.

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Nico Williams und Co.: Die Kandidaten

Nimmt man die Kandidaten, die zuletzt gehandelt wurden, dann sind das neben Williams auch Rafael Leao, Kaoru Mitoma, Cody Gakpo und Eberechi Eze. Ein Blick auf die Zahlen von "FBref" (nur Liga und internationaler Wettbewerb) zeigt, dass eine Königslösung rein datenbasiert nicht so leicht auszumachen ist.

Nur einer dieser fünf Spieler kam in der vergangenen Saison auf mehr direkte Torbeteiligungen pro 90 Minuten als Sane (0,67), und das war Gakpo (0,7). Keiner spielt in dieser Liste mehr Pässe in den gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten als Sane (2,02). Und keiner dieser Spieler kommt pro 90 Minuten auf einen höheren kombinierten Wert aus Expected Goals und Expected Assists als Sane (0,72).

Der Bayern-Star mag eine große qualitative Streuung in seinen Aktionen haben, aber er liefert dennoch gute Werte.

FC Bayern: Erfahrene oder entwicklungsfähige Lösung?

Und doch ist das Streben eines Topklubs nach einem echten Topspieler nachvollziehbar. Dass die Bayern frische Luft im Angriffsbereich brauchen, ist unstrittig. Beim Blick auf die Zahlen darf auch nicht vergessen werden, dass Sane und Gakpo bei zwei der besten Teams in Europa spielen. Sie haben automatisch viele Angriffsszenen.

Wohingegen Leao bei einem kriselnden Milan kickt, Mitoma bei Brighton, Eze bei Crystal Palace und Williams bei Athletic Club Bilbao. Wenn das Team weniger Druck nach vorn entwickelt, können auch die Einzelspieler weniger Situationen sammeln, in denen sie gefährlich werden.

Deshalb braucht es von Seiten der Münchner Scoutingabteilung neben den objektiven Zahlen auch eine subjektive Einordnung. Inklusive der Frage danach, was sie lieber wollen: eine erfahrenere Lösung wie Leao (bald 26), Mitoma (28) oder Gakpo (26)? Spieler, die sich auf ihren Zenit zubewegen und vermutlich nicht mehr viel Entwicklungspotenzial haben.

Vor allem auch Spieler, die viel kosten werden, in den kommenden Jahren aber keinen großen Wiederverkaufswert mehr haben. Oder einen jungen Spieler, der noch viel Potenzial nach oben hat?

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FC Bayern: Nico Williams ragt heraus

Update, 22. Juni, 11:15 Uhr: Nico Williams doch nicht zu Barca? FC Bayern darf hoffen

Es wird erwartet, dass Mathys Tel in diesem Sommer für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag wechselt. Vor diesem Hintergrund würde die Ausstiegsklausel für Williams, die bei 60 Millionen Euro liegen soll, kaum schmerzen. Der Spanier wird demnächst 23.

Auch in zwei, drei Jahren wird es unabhängig von seiner Leistung Interessenten geben. Williams beeindruckt seit vielen Monaten in der Nationalmannschaft.

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Bundesliga-Transfergerüchte: "Natürlich glaube ich" - HSV hat Trumpf im Kampf um Luka Vuskovic

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<em><strong>Luka Vuskovic (Hamburger SV)</strong><br>Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.</em>
© IMAGO/HMB-Media

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

<strong>Said El Mala (1. FC Köln)</strong><br>Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton &amp; Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos&nbsp;wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.
© IMAGO/Revierfoto

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

<strong>Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)</strong><br>Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton &amp; Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.
© 2025 Getty Images

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

<strong>Julian Ryerson (Borussia Dortmund)</strong><br>Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.
© 2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

Bei Bilbao sind seine Leistungen etwas wechselhafter, weshalb es schwer einzuschätzen ist, ob er beim FC Bayern durchstarten könnte. Sein Talent ist aber offensichtlich.

Er ist schnell, stark im Dribbling und hat einen beeindruckenden Output. Unter den genannten Spielern kommt er auf die mit großem Abstand meisten Aktionen pro 90 Minuten, die zu einem Abschluss seines Teams führen: 5,29. Auch bei den Aktionen, die zu einem Tor führen, ist er mit 0,61 vorn. Sane und Leao kommen auf 0,55. Interessant dabei ist, wie oft Dribblings bei ihm zu Abschlüssen führen: 1,04 im Vergleich zu Leaos 0,64.

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Der FC Bayern München müsste Williams schleifen

Klar ist auch: Der junge Außenstürmer hat wie Sane noch einiges an Streuung in seinen Aktionen. Aber er ist mutig, probiert im Spiel etwas aus und bringt die Kreativität und die Zielstrebigkeit mit, die andere Bayern-Stürmer oft vermissen ließen. Williams kommt pro 90 Minuten auf 8,62 Dribblingversuche – 3,43 davon erfolgreich.

Die Quote von 39,7 Prozent ist ausbaufähig. Unter den Vergleichskandidaten ist nur Sane mit 38,3 Prozent und 1,94 von 5,06 Dribblings schwächer. Aber keiner der anderen Spieler kommt auf eine überragende Quote, die jenseits der 50 Prozent liegt.

Selbst wenn Williams nicht der Spieler sein sollte, der sofort auf absolutem Weltklasse-Niveau zündet, so kann bei ihm auch die reine Quantität an Aktionen bereits etwas bewirken. Ein Element der Überraschung und eines der Energie, das die manchmal zu statische Offensive belebt.

Vor allem aber hat Williams mit nun bald 23 Jahren einen Großteil seiner Karriere noch vor sich. Die Bayern könnten ihn zu dem entwickeln, was sein Talent aktuell verspricht. Finanziell und sportlich ist ein Williams-Transfer verlockend.

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Nico Williams: Es ist kompliziert

Das "Aber" gibt es allerdings auch: Zum einen heißt es in diversen Berichten, dass Bilbao ihn aktuell nicht verkaufen möchte. Und auch der Spieler würde wohl gerne noch ein Jahr bleiben. Als Vierter der angelaufenen Saison nimmt Bilbao 2025/26 an der Champions League teil.

Deshalb soll der Klub aktuell sogar versuchen, den bis 2027 laufenden Vertrag mit Willliams zu verlängern, auch um die Ausstiegsklausel zu erhöhen. So berichtet es die spanische Zeitung "Estadio Deportivo". In dem Zuge soll es auch eine Gehaltserhöhung geben, die ein neuer Klub bei der Finanzierung des Deals ebenfalls einplanen muss. So sollen die Verantwortlichen bereit sein, rund zehn Millionen Euro (Netto) pro Jahr zu zahlen.

Trotz der schwierigen Umstände ist er wohl trotzdem der sinnvollste Kandidaten, der derzeit in der Gerüchteküche sein Unwesen treibt. Einer mit Vision und Substanz. Das kann man von den anderen Spielern auf der vermeintlichen Liste des Rekordmeisters nicht behaupten.

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