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Werder Bremen holt Daniel Thioune als Trainer: Viel Risiko, viel Hoffnung und verdammt viel Druck – ein Kommentar

  • Aktualisiert: 04.02.2026
  • 14:56 Uhr
  • Bent Mildner

Ausgerechnet ein Ex-HSV-Trainer ohne Erstliga-Erfahrung soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten. Ungeachtet von Daniel Thiounes durchaus vorhandenen Qualitäten fühlt sich das weniger nach Plan als nach Hoffnung an. Ein Kommentar.

Von Bent Mildner

Daniel Thioune bringt vieles mit, was Werder Bremen zuletzt schmerzlich vermissen ließ. Er steht für einen offensiveren, mutigeren Fußball, für Intensität, Emotion und klare Kommunikation.

Genau das Gegenteil von dem, was die harmlose Mannschaft in den vergangenen Wochen auf dem Platz ausgestrahlt hat. Vier Tore in den letzten sieben Spielen sind ein Offenbarungseid.

Thioune soll genau hier ansetzen. Er kennt den norddeutschen Fußball aus dem Effeff, hat als Spieler in Osnabrück und Lübeck sowie als Trainer in Osnabrück und beim HSV sowie zuletzt in Düsseldorf reichlich Erfahrung gesammelt.

Bei der Fortuna fehlte vorletzte Saison nur ganz wenig zum Aufstieg in der Relegation. Vor allem aber ist Thioune ein Trainer, der seine Mannschaft erreicht, der Energie vermittelt und wieder Mut zum Risiko einfordert. Für ein Team, das sichtbar verunsichert ist, kann genau dieser Impuls entscheidend sein.

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Werder Bremen: Trainer Daniel Thioune vor hartem Auftaktprogramm

Trotzdem wäre es naiv, die Risiken dieser Entscheidung auszublenden. Wie schon Horst Steffen bringt auch Thioune keine Erstliga-Erfahrung als Cheftrainer mit. Und die Bundesliga ist kein Lernfeld. Schon gar nicht bei einem Klub wie Werder Bremen, bei dem der Druck mit jeder sieglosen Woche größer wird.

Dass der Neustart nun ausgerechnet vor den schweren Aufgaben in Freiburg und zuhause gegen die Bayern erfolgt, fühlt sich weniger nach Plan als nach Hoffnung an.

Immerhin: Thioune übernimmt keinen schlechten Kader. Im Gegenteil – die Mannschaft ist absolut bundesligatauglich.

Ein Kernproblem liegt aber an den Sommer-Neuzugängen. Boniface (bis Saisonende verletzt), Wöber (noch keine Bundesliga-Minute) und Puertas (noch keine Torbeteiligung) sind Transfer-Flops und selbst Mangala (drei Toren und vier Vorlagen in 17 Einsätzen) bleibt gemessen der hohen Ablöse von rund zehn Millionen Euro ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

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Werder Bremen in Wintertransferphase nur mit Minimal-Lösung

Dass Werder im Winter lediglich mit der Leihe von Milosevic reagierte, ist symptomatisch für das fehlende Konzept der sportlichen Führung. Statt gezielt Qualität oder Führung für den Abstiegskampf nachzulegen, setzte man auf eine Minimal-Lösung, die nicht einmal den Anschein erweckt, wirklich zu helfen.

Die Konsequenz: Daniel Thioune soll nun Offensive, Stabilität und Entwicklung gleichzeitig liefern – ohne dass ihm dafür das passende Personal an die Hand gegeben wurde.

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Das ist nicht nur unfair gegenüber dem Trainer, sondern auch ein erneuter Beleg dafür, dass die sportliche Leitung mit Clemens Fritz und Peter Niemeyer ihrer Verantwortung nicht gerecht wird.

Mit der Verpflichtung Thiounes setzt das Duo jetzt alles auf eine Karte. Wenn es klappt, ist es ein Erfolg – aber wenn es scheitert, steht die gesamte sportliche Führung zur Disposition.

Die beiden Wunschkandidaten Bo Svensson und Bo Henriksen konnte man nicht überzeugen, der Kader wurde kaum verstärkt, und nun muss ein Trainer ohne Bundesliga-Erfahrung sofort den Turnaround schaffen.

Das ist keine mutige Lösung, sondern ein letzter Versuch - und ein sehr riskanter dazu.

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