CHAMPIONS LEAGUE
FC Bayern bei Atalanta Bergamo wie im Rausch: FCB darf fürs Viertelfinale planen - Sorge um Verletzte
- Aktualisiert: 11.03.2026
- 00:16 Uhr
- SID
Der FC Bayern ist wie im Rausch über den Dortmund-Schreck Atalanta Bergamo hinweggefegt und darf nach einer herausragenden Leistung für das Viertelfinale der Champions League planen.
Der berauschende Abend endete mit Sorgenfalten im Gesicht von Vincent Kompany. Nachdem schon die eingewechselten Alphonso Davies und Jamal Musiala nicht zu Ende spielen konnten, musste in der letzten Spielminute auch noch der offensichtlich benommene Jonas Urbig vom Platz geführt werden. Der Stellvertreter des verletzten Manuel Neuer war beim Versuch, den Gegentreffer von Atalanta Bergamo zu verhindern, mit Torschütze Mario Pasalic zusammengeprallt.
Urbig wurde wegen Sehstörungen ins Krankenhaus gebracht. Bei ihm besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Eine genau Diagnose steht aber noch aus.
Es waren dicke Wermutstropfen nach einem grandiosen Abend für den FC Bayern, der nach einem glanzvollen 6:1 (3:0) über den Dortmund-Schreck für das Viertelfinale der Champions League planen kann. Die eiskalten und jederzeit torhungrigen Münchner positionierten sich damit als ernsthafter Anwärter für die Krone im europäischen Vereinsfußball. Das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche ist nur noch Formsache. Im Viertelfinale käme es zum Duell mit Real Madrid oder Manchester City.
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Fürchten müssen die Bayern nach einer eindrucksvollen Vorstellung aber keinen Gegner. "Leider am Ende noch ein Gegentor, aber ansonsten war das schon ein sehr starker Auftritt, vor allem in der ersten Halbzeit. Die Art und Weise war schon stark, das war ein gelungener Auftritt bei uns", sagte Kapitän Joshua Kimmich nach dem Spiel bei Prime Video: "Wir müssen jetzt hoffen, dass die Verletzungen nicht so schlimm sind."
Gegen die heißblütigen Italiener behielten die Bayern auch ohne Harry Kane und Manuel Neuer einen kühlen Kopf, sie nutzten Atalantas Schwächen eiskalt und maximal effizient aus. Kane konnte von der Bank aus in aller Ruhe mitansehen, wie Josip Stanisic (12.), der überragende Michael Olise (21.) und Serge Gnabry (25.) früh für klare Verhältnisse sorgten. Kanes Stellvertreter Nicolas Jackson (53.), erneut Olise (64.) und Jamal Musiala (67.) legten nach der Pause nach. Kurz vor dem Abpfiff traf Pasalic (90.+3).
FC Bayern: Warnungen vor Atalanta Bergamo
Warnungen vor Atalanta hatte es vor dem Spiel zur Genüge gegeben. Vor zwei Jahren hatte "La Dea" ("die Göttin") im Endspiel der Europa League Bayer Leverkusen die einzige Niederlage der Saison 2023/2024 beigebracht, in den Playoffs war Borussia Dortmund an den Italienern gescheitert - nach einem 2:0 im Hinspiel unterlag der BVB 1:4. Die Bayern? Nahmen die Warnungen ernst - und traten entsprechend entschlossen auf.
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Und sie benötigten nicht mal Kane, um Bergamo schon in einer herausragenden ersten Halbzeit mit variablem Spiel zu dominieren. Von Atalantas Mann-gegen-Mann-Pressing ließ sich der deutsche Rekordmeister dabei schon gar nicht aus der Ruhe bringen. Die Münchner bewegten sich hervorragend, ständig beschäftigten sie die Italiener mit ihren Positionswechseln. Und sie nutzten die Schwächen des gegnerischen Systems schonungslos aus.
Die Bayern hielten das Tempo auch nach der Pause zunächst hoch, jetzt mit Musiala für den hervorragenden Gnabry und Davies für den gelb-rot-gefährdeten Konrad Laimer. Davies musste freilich wieder verletzt ausgewechselt werden (71.), auch Musiala ging vor Spielende. Erst nach Jacksons Treffer ließen es die Münchner ab und an etwas ruhiger angehen, ohne dabei jedoch die Kontrolle über das Spiel oder die Lust am Toreschießen zu verlieren. Olise und Kimmich holten sich für Spielverzögerungen noch clever Gelbe Karten ab und sind damit fürs Rückspiel gesperrt.