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Champions League

FC Bayern München: Droht Kimmich und Olise ein übles Nachspiel wegen der Gelben Karten?

  • Veröffentlicht: 11.03.2026
  • 00:59 Uhr
  • Justin Kraft

Joshua Kimmich und Michael Olise werden dem FC Bayern im Rückspiel gegen Atalanta gelbgesperrt fehlen – auch darüber hinaus?

Von Justin Kraft

Joshua Kimmich legte die Szene des Abends hin, als er schon längst nicht mehr auf dem Platz stand. An den Mikrofonen verschiedener Medien erklärte der Führungsspieler des FC Bayern München, warum ihn die Gelbe Karte bei der 6:1-Gala gegen Atalanta vermeintlich so ärgert.

Wer dem Nationalspieler dort eine Bestnote in Schauspielerei attestiert, wird wohl eher nicht falsch liegen. Wie er das über die Bühne brachte, war jedoch beeindruckend. "An sich war es unnötig", erklärte Kimmich bei "Prime Video": "Ich habe nach einer passenden Anspielstation gesucht."

Dann sei ihm zwar aufgefallen, dass Tom Bischof frei wäre, doch er befürchtete, dass das eine Pressingfalle wäre. "Ich glaube, wenn der gegnerische Spieler nicht auf mich zustürmt, dann gibt er vielleicht nicht die Gelbe Karte. Ich wollte den Ball gerade rausspielen. An sich war es dann zu spät", so der Mittelfeldstratege: "Ärgerlich."

Wirklich ärgerlich? Kimmich wird das Rückspiel gegen Atalanta in der Champions League gelbgesperrt verpassen. Angesichts des in jedem Fall harten Wegs ins Finale und dem deutlichen Sieg im Hinspiel wohl zu verkraften.

Selbiges gilt für Michael Olise, der sich bei einem Eckball auffällig viel Zeit nahm, bis der Schiedsrichter genug hatte und ihn verwarnte. Auch der Franzose wird im Rückspiel gesperrt sein. Dayot Upamecano bemühte sich derweil eher halbgar. Ein leichter Trikotzupfer wurde nicht bestraft.

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Wie einst Carvajal? FC Bayern droht Nachspiel

Den Bayern könnte aber noch mehr Ärger drohen. Es gab schon einige Fälle in der Vergangenheit, die von der UEFA hart bestraft wurden. So gab Sergio Ramos 2019 sogar vor den Kameras zu, bewusst eine Gelbe Karte provoziert zu haben.

Ein Fehler, aus dem Kimmich offenbar gelernt hat. Denn Ramos wurde zwei Spiele gesperrt. Doch nicht immer brauchte die UEFA das Geständnis, um diese Strafe auszusprechen. 2017 ließ sich Dani Carvajal in Diensten von Real Madrid kurz vor dem Abpfiff gegen Nikosia 21 Sekunden Zeit beim Einwurf. Gelb und die von ihm gewollte Sperre.

Später entschied die UEFA auch bei ihm auf zwei Spiele. Ein Einspruch von Madrid ging ins Leere. Droht dieses Szenario nun auch Kimmich und/oder Olise? Argumente hätte der europäische Fußballverband durchaus. Nach dem Tor zum 5:0 zeigte die Bildregie Olise an der Seitenlinie. Er trank etwas und hörte sich an, was die Trainer zu sagen hatten.

Kurz darauf ging er wieder aufs Feld und sprach ausgerechnet mit Upamecano und Kimmich, die ebenfalls kurz vor einer Gelbsperre standen. Es folgten ziemlich bald die beiden Verwarnungen für Zeitspiel. Gegen eine zusätzliche Sperre der UEFA könnte sprechen, dass Kimmich es tatsächlich clever löste. Immer wieder war er kurz davor, den Pass zu spielen.

Auch seine Erklärung hinterher war gut zurechtgelegt. Olise hingegen wartete etwas plumper auf seine Verwarnung. Auch er könnte aber das Glück haben, dass sein Warten nicht übertrieben wirkte. An die 21 Sekunden von Carvajal dürfte er nicht herankommen.

Mehr als Warten bleibt dem FCB jetzt nicht übrig. Noch gibt es keine Hinweise darauf, dass die UEFA ermittelt. Kimmichs Erklärungsversuche nach dem Spiel werden in jedem Fall ein Highlight bleiben.

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