Fußball-WM 2026
Fußball-WM 2026: 4.900 Prozent mehr! Massive Preissteigerung für Fans mit Behinderung
- Veröffentlicht: 25.01.2026
- 11:34 Uhr
- ran.de
Bei der anstehenden Fußball-WM müssen Menschen mit Behinderung eine massive Preissteigerung hinnehmen.
Massive Preissteigerung für Fans mit Behinderung bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Einem Bericht der "Sun" zufolge werden bis zu 4.900 Prozent mehr für WM-Tickets aufgerufen.
In der günstigsten Ticket-Kategorie für 45 Pfund (52 Euro) sind keine Plätze für Menschen mit Behinderung verfügbar – und anders als 2022 sind die Plätze für Begleitpersonen nicht mehr kostenlos.
Will ein britischer Rollstuhlfahrer am 17. Juni das erste Spiel der Three Lions gegen Kroatien in Dallas sehen, muss er mindestens 198 Pfund (228 Euro) bezahlen, plus denselben Betrag für eine Begleitperson.
Fußball-WM: Massive Preissteigerung für Behinderte
Die Gesamtsumme von 396 Pfund (457 Euro) ist 50 Mal – oder 4.900 Prozent – mehr als in Katar 2022, wo Tickets für Menschen mit Behinderung nur acht Pfund (neun Euro) kosteten und Begleitpersonen umsonst ins Stadion kamen.
Stephen Reside, Behindertenbeauftragter des schottischen Fußballverbandes, erklärte in diesem Zusammenhang: "Es ist eine bewusste Entscheidung, behinderte Fans zu bestrafen und so viel Geld wie möglich aus uns herauszupressen."
Das Fan-Netzwerk "Football Supporters Europe" fügte hinzu: "Dies steht in direktem Widerspruch zu den Behauptungen der FIFA, dass 2026 neue Standards in Sachen Vielfalt und Inklusion gesetzt werden."
Weniger barrierefreie Sitzplätze in den Stadien
Die FIFA hat die Anzahl der barrierefreien Sitzplätze um ein Drittel gekürzt, sodass bei einigen Spielen nur noch neun Rollstuhlfahrer pro Team Platz finden.
Sie erlaubt zudem den Weiterverkauf von Tickets für Menschen mit Behinderung zum dreifachen Nennwert – ohne Garantie, dass Begleitpersonen überhaupt in der Nähe sitzen können.
Übrigens: Auch den Nachweis einer Behinderung hat der Fußball-Weltverband abgeschafft, was dazu führen könnte, dass Nichtbehinderte entsprechende Tickets kaufen und diese dann zu höheren Preisen an Behinderte weiterverkaufen.