Formel 1
Formel 1: Drohen Rennabsagen wegen des Krieges im Nahen Osten?
- Veröffentlicht: 01.03.2026
- 23:36 Uhr
- ran.de
Über Australien und Fernost arbeitet sich die Formel 1 in den nächsten Wochen auf die Arabische Halbinsel vor. Also in die Region, in der seit Samstag Krieg herrscht. Die Königsklasse des Motorsports erklärt, die Situationen genau zu beobachten. Derweil wird die Anreise zum Saison-Auftakt erschwert.
Kurz vor dem Start der Formel-1-Saison 2026 wachsen die Sorgen, inwiefern der neu entflammte Krieg im Nahen Osten Auswirkungen auf die ersten Rennen haben könnte. Zwar steigt der erste Grand Prix am ersten März-Wochenende in Australien, und im März stehen ansonsten die Stationen China und Japan auf dem Programm.
Mitte April aber soll in Bahrain und in Saudi-Arabien gefahren werden. Zwei Länder also, die nur durch den Persischen Golf vom Iran getrennt werden. Beide sind Ziele der Luftangriffe Teherans, da die USA dort Militärbasen unterhalten. Den am Samstag begonnenen Angriff auf den Iran hatte US-Präsident Donald Trump mit dem Atom-Programm des Mullah-Regimes begründet.
Wegen der Attacken wurden zahlreiche Flughäfen in der Region vorübergehend geschlossen. Nach Informationen der "Daily Mail" wurden Flüge von Hunderten F1-Mitarbeitern annulliert.
Die Reisepläne hätten kurzfristig geändert werden müssen, da unter anderem in Doha und in Dubai der Flugbetrieb als Reaktion auf den Kriegsausbruch eingestellt wurde. Diese Airports gelten als wichtigste Drehkreuze für die Fluggesellschaften Qatar Airways und Emirates.
Nach "Bild"-Informationen strandeten Mechaniker der Racing Bulls, die über Dubai nach Australien anreisen wollten, kurzzeitig in Bologna. Auch Mercedes-Mechaniker mussten demnach auf andere Flüge umgebucht werden. Die Silberpfeile seien jedoch optimistisch, dass alle Mitarbeiter rechtzeitig Down Under eintreffen werden.
Auch für Fahrer und Equipment würden alternative Flugrouten gesucht. Besonders die Strecken über Singapur und Hongkong sollen stark nachgefragt sein.
Formel 1: Liebes-Aus bei Kimi Antonelli
Nahost-Krieg und die Formel 1: "Beobachten Lage genau"
Wie die Nachrichtenagentur "PA Media" berichtet, beruhigte ein Sprecher der Formel 1: "Unsere nächsten drei Rennen finden in Australien, China und Japan statt und nicht im Nahen Osten – diese Rennen sind erst in einigen Wochen."
Weiter heißt es jedoch: "Wie immer in solchen Situationen beobachten wir die Lage genau und arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen." Für Reifenhersteller Pirelli hatten die Bombardierungen bereits Folgen. Die zweitägigen Tests für Regenreifen in Bahrain an diesem Wochenende wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Laut Trump dürfte der Krieg rund einen Monat andauern. "Wir gingen immer davon aus, dass es vier Wochen dauern würde", sagte er der "Daily Mail": "Es war immer ein vierwöchiger Prozess – so stark das Land ist, es ist groß, es wird vier Wochen dauern – oder weniger."