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Wintersport

Olympia 2026: Drama um Lena Dürr im Slalom - Shiffrin gewinnt Gold

  • Aktualisiert: 18.02.2026
  • 16:22 Uhr
  • SID

Lena Dürr schreibt beim erlösenden Triumph der Ski-Königin Mikaela Shiffrin im Slalom ihr persönliches Olympia-Drama fort.

Als "ihre" Medaille vergeben wurde, verdrängte Lena Dürr das "beschissene Gefühl" ihres brutalen Einfädlers und zeigte Größe. "Das werde ich in meinem Leben nicht mehr sehen", sagte die 34-Jährige und klatschte nach ihrer persönlichen Olympia-"Katastrophe" tapfer Beifall für die Slalom-Siegerinnen um die goldene Mikaela Shiffrin.

Während die Ski-Königin sich von ihrem ganz persönlichen Winterspiele-Fluch erlöste, schrieb Dürr das nächste und wohl letzte dunkle Kapitel ihres ganz persönlichen Olympia-Dramas. "Katastrophe, worst case", stöhnte sie über das Aus am ersten Tor des zweiten Laufs, in den sie als "Halbzeit"-Zweite gegangen war.

Bei der Siegerehrung fand sie Trost an der Schulter der Schwedin Sara Hector. "Schade, du hättest auch eine von denen sein können", gab sie deren Worte wieder. Doch weil Dürr dieser "dämliche" Fehler unterlaufen war, schaute die Team-Zweite von 2022 nur zu.

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Dürr: "Man kann es noch gar nicht realisieren"

Dass der WM-Dritten von 2023 dasselbe Malheur passierte wie dem späteren Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier als Topfavorit im Super-G 1988 war kein Trost. "Man kann es noch gar nicht realisieren", sagte Dürr nach ihrem Missgeschick, "man meint, man kriegt nochmal einen Re-Run."

Aber den bekam die Münchnerin nicht - und diese Chance kommt wohl nicht wieder. "In vier Jahren noch mal die Ringe zu sehen, das ist absolut unwahrscheinlich", sagte sie, auch wenn sie ihre Karriere fortsetzen will nach diesem Fehler, der sie "bei einem FIS-Rennen vor 15 Jahren" vielleicht mal ereilt habe.

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"Ihre" Silbermedaille ging an Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz, die stolze 1,5 Sekunden hinter Dominatorin Shiffrin lag. Die US-Amerikanerin sicherte sich nach acht Olympia-Rennen in Serie ohne Podestplatzierung und einer Reihe von Pleiten, Tränen, Pech und Pannen zum zweiten Mal nach 2014 Slalom-Gold. Bronze holte bei perfekten Bedingungen die Schwedin Anna Swenn Larsson.

Emma Aicher, in Cortina mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, wurde Neunte. "Ich habe mich schwer getan, bin nicht wirklich ins Fahren gekommen, von rechts nach links gestolpert", sagte sie.

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Im Ziel fällt alles von Olympiasiegerin Shiffrin ab

Anders Dürr - zumindest im ersten Lauf, den sie äußerst clever gestaltete. Ihre Formkrise hatte sie rechtzeitig überwunden, war "die beste Skiversion von mir selber", wie sie noch nach dem Aus bedauernd bekannte. Darauf sei sie trotz allem "wirklich stolz". Der Lohn dafür entging ihr, als ihre bösen Geister wach wurden.

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Schon im Riesenslalom war Dürr am vergangenen Sonntag Zweite nach dem ersten Durchgang gewesen. Im Finale lag sie bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, stürzte dann aber ab auf Rang neun. Ähnlich bitter war der Olympia-Slalom in Peking 2022 verlaufen: Damals ging sie als Führende in den zweiten Lauf, fiel aber auf Platz vier zurück. 0,07 Sekunden fehlten zu Bronze, auch nur 0,19 zu Gold.

Das hatte Shiffrin auch im Riesenslalom 2018 gewonnen, danach reihte sie ein Olympia-Drama an das nächste - bis jetzt: Im Ziel fiel alles von der 30-Jährigen ab und sie ihrer Mutter Eileen in die Arme. "Das Wichtigste für mich war, überhaupt hier zu sein - wichtiger als Gold. Dass ich jetzt auch noch eine Medaille bekomme, ist unglaublich", sagte sie.

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