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Olympia 2026: Freude, Stolz und Ernüchterung - Team D zieht erstes Fazit

  • Aktualisiert: 21.02.2026
  • 12:25 Uhr
  • Philipp Kubießa & Magdalena Stocker

Die Olympischen Winterspiele in Italien finden an diesem Wochenende ihren Abschluss. Der DOSB zieht eine zweischneidige Bilanz - vor allem wegen vieler vierter Plätze.

Von den Olympischen Winterspielen berichten Philipp Kubießa und Magdalena Stocker

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind noch nicht ganz beendet, doch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat bereits eine erste Bilanz gezogen.

Beim Fazit im Deutschen Haus blickten DOSB-Präsident Thomas Weickert und Chef de Mission Olaf Tabor auf intensive, erfolgreiche - aber auch schmerzhafte Tage für Team Deutschland zurück.

Weickert stellte den Einsatz der Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt. Sie hätten an den Wettkampfstätten alles gegeben, was sich nicht nur in Ergebnissen, sondern auch im großen Zuschauerinteresse widerspiegele. Die TV-Quoten in Deutschland lagen deutlich über denen von Peking 2022. Zudem lobte Weickert die Gastgeber: freundliche Volunteers, große Wertschätzung für die Sportler und ein stark frequentiertes Deutsches Haus als emotionales Zentrum der Mannschaft.

Tabor fasste seine Eindrücke in drei Worten zusammen: Freude, Stolz und Ernüchterung. Freude über Atmosphäre und Organisation, Stolz auf die Leistungen des Teams - ausdrücklich auch auf viele Olympia-Debütanten. Rund 60 Prozent der deutschen Mannschaft sammelten erstmals olympische Erfahrungen.

Sportlich steht Team D derzeit bei 22 Medaillen (6 Gold, 8 Silber, 8 Bronze) und wird damit die Ausbeute von Peking 2022 (12 Gold, 10 Silber, 5 Bronze) nicht erreichen können, als man auf Platz zwei im Medaillenspiegel hinter Norwegen landete. Das ursprünglich ausgegebene Ziel für Mailand und Cortina, Top drei im Medaillenspiegel, wird wahrscheinlich verfehlt (Italien liegt aktuell auf Platz drei mit 9 Gold, 5 Silber, 13 Bronze).

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Olympia 2026: Viele vierte Plätze von Team D "schmerzen mich"

Ernüchterung herrscht vor allem wegen der vielen vierten Plätze. Bisher ein Dutzend Mal verpassten deutsche Athletinnen und Athleten das Podest hauchdünn. "Die extrem vielen vierten Plätze schmerzen mich", sagte Tabor. Gründe waren Stürze, Wetter, Material oder minimale Wertungsunterschiede. Für Tabor ein Beleg dafür, wie eng die Weltspitze inzwischen zusammengerückt ist.

Trotz aller Analyse bleiben emotionale Höhepunkte: Gold im Skicross, deutsche Dominanz im Bob, historische Erfolge im Rodeln. Die Botschaft des DOSB ist klar: Team D hat sich präsentiert - mit Leidenschaft, Zusammenhalt und dem Anspruch, auch künftig zur Weltspitze zu gehören.

Auch politisch waren die Spiele bedeutend. Hochrangige Besuche aus Berlin unterstrichen die Relevanz des Spitzensports und lieferten Rückenwind für die anstehende Spitzensportreform. Nach den Spielen will der DOSB gemeinsam mit den Verbänden eine detaillierte Analyse vornehmen, um aus Erfolgen und Enttäuschungen konkrete Maßnahmen abzuleiten - mit Blick auf die nächsten Winterspiele und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wettkampftage sollen den positiven Gesamteindruck abrunden und zusätzliche Medaillenchancen eröffnen.

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