Die Kansas City Chiefs haben in der NFL aktuell wenig Grund zur Freude. An Thanksgiving setzte es eine Pleite gegen die Dallas Cowboys, die Playoff-Hoffnungen sind merklich geschwunden.
Head Coach Andy Reid zeigte sich in Anbetracht der schwierigen Lage - die Franchise ist als Zehnter aktuell weit von den Postseason-Rängen entfernt – vor der Presse nun geradezu trotzig.
"Wenn ihr gegen uns antretet, dann werden wir euch in jedem Spiel jagen. So wird das bei uns gemacht. Wir werden euch in jedem Spielzug, in jedem Spiel kitzeln", sagte er vor US-Reportern. "Das ist die Einstellung, mit der wir antreten – und dann fallen die Würfel, wie sie fallen."
Die Chiefs stehen aktuell bei einer Bilanz von sechs Siegen bei sechs Pleiten. In der AFC West liegen sie nur auf dem dritten Rang. Die Buffalo Bills, die aktuell den letzten Playoff-Platz in der AFC bekleiden, haben zwei Siege mehr auf dem Konto.
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Chiefs auf Schützenhilfe angewiesen
Zu spielen sind im restlichen Saisonverlauf noch fünf Partien. Selbst wenn die Chiefs alle gewinnen sollten, sind sie auf Ergebnisse anderer Teams angewiesen. Sollte Kansas City am kommenden Wochenende gegen die Houston Texans (im Playoff Picture zwei Plätze vor den Chiefs, Anm.d.Red.) verlieren, sind sie so gut wie raus.
Und dennoch gibt es Hoffnung: Das letzte Mal, dass Kansas City 6-6 stand, war im Jahr 2017. Seinerzeit gewannen die Chiefs ihre letzten vier Spiele in der Regular Season und sicherten sich einen Platz in den Playoffs.
"Jede Saison ist anders", erklärte Reid zu den verbleibenden Chancen seines Teams. "Dieser Sport ist voller Herausforderungen. So ist es nun einmal. Wenn man es genau betrachtet, ist es wahrscheinlich ein Mikrokosmos des Lebens. Es gibt immer Herausforderungen."
Und weiter: "Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ist so gering, dass jede Woche eine Herausforderung ist, eine große Herausforderung. So muss man es angehen, und man muss darauf vorbereitet sein."
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Strafen als großes Problem der Chiefs
Eine der Herausforderungen der Chiefs ist dabei, die hohe Anzahl an Strafen zu reduzieren. Aktuell hat das Team die fünftmeisten Strafyards in der NFL.
"Wir müssen dafür sorgen, dass wir die Strafen in den Griff bekommen und weiter an unseren Grundlagen und Techniken arbeiten", so Reid. "Ich sage nicht, dass ich mit allen oder auch nur der Hälfte davon (gegen Dallas, Anm.d.Red.) einverstanden bin. Aber sie sind passiert. Wir werden das nicht als Ausrede benutzen."
NFL - Injury Update 2025: Nächster Running Back der Houston Texans angeschlagen
Woody Marks (Houston Texans) Nach Nick Chubb hat sich bei den Houston Texans auch der zweite Running Back Woody Marks in den Krankenstand verabschiedet. Im Spiel gegen die Arizona Cardinals verletzte sich Marks am Knöchel und wurde als "fraglich" eingestuft. Bitter: Zuvor hatte er in jenem Spiel noch einen Touchdown erzielt.
Bam Knight (Arizona Cardinals) Auch den Cardinals gehen immer mehr die Running Backs aus. Im Spiel bei den Texans musste Bam Knight mit einer Knöchelverletzung vom Feld gefahren werden. Seine Rückkehr wurde zunächst als fraglich eingestuft, noch in den Katakomben unterzog sich Knight einer Röntgenaufnahme.
Christian McCaffrey (San Francisco 49ers) Müssen die San Francisco 49ers gegen die Tennessee Titans auf ihren Superstar Christian McCaffrey verzichten? Der Running Back wurde von den Niners für das Spiel aufgrund einer Rückenverletzung als "fraglich" eingestuft, allerdings deutet alles darauf hin, dass der 29-Jährige spielen kann. "Ich weiß, dass er sich nicht gut gefühlt hat, aber er sah gut aus", sagte Head Coach Kyle Shanahan am Freitag.
T.J. Watt (Pittsburgh Steelers) Sorgen um T.J. Watt: Der Star-Verteidiger der Steelers musste wegen einer teilweise kollabierten Lunge ins Krankenhaus eingeliefert werden und sich dort einem Eingriff unterziehen. Wie sein Bruder J.J. Watt via Social Media mitteilte, könne der Pass Rusher aber bereits am Freitag das Krankenhaus verlassen. Einen Zeitplan für seine Rückkehr gibt es nicht, ein Einsatz gegen die Dolphins am Montag wurde bereits ausgeschlossen.
Tee Higgins (Cincinnati Bengals) Die Bengals müssen im Divisionsduell gegen die Ravens auf Wide Receiver Tee Higgins verzichten. Der 26-Jährige, der zuvor erst von einer Gehirnerschütterung zurückgekommen war, musste nach dem Spiel gegen die Bills aufgrund entsprechender Symptome zurück ins Concussion Protocol. Inzwischen steht fest, dass Higgins gegen Baltimore ausfallen wird.
Marquise Brown (Kansas City Chiefs) Im Do-or-die-Spiel gegen die Chargers müssen die Chiefs ohne Wide Receiver Marquise Brown auskommen. Allerdings fehlt der Passempfänger nicht aufgrund einer Verletzung, sondern aus persönlichen Gründen.
David Njoku (Cleveland Browns) Die Browns gehen personell auf dem Zahnfleisch, im Auswärtsspiel bei den Bears am Sonntag fallen gleich vier Starter aus. Darunter Tight End David Njoku, den eine Knieverletzung außer Gefecht setzt. Außerdem sicher nicht dabei: Cornerback Denzel Ward sowie die beiden Offensive Linemen Wyatt Teller und Jack Conklin.
Tyrod Taylor (New York Jets) Der Quarterback der Jets verpasst aufgrund einer Leistenverletzung das Gastspiel bei den Jaguars. Taylor hatte sich die Blessur im Heimspiel gegen die Dolphins zugezogen und musste vorzeitig raus, für ihn übernahm Rookie Brady Cook, der auch in Jacksonville starten wird.
Jayden Daniels (Washington Commanders) Auf Jayden Daniels wartet die nächste Zwangspause. Wegen seiner Verletzung am linken Ellbogen aus dem Spiel gegen die Minnesota Vikings wird der Quarterback den Washington Commanders zumindest gegen die New York Giants fehlen. Immerhin soll er nicht lange ausfallen, da es sich um keinen strukturellen Schaden handelt, wie NFL-Insider Tom Pelissero berichtet. In Week 15 übernimmt aber einmal mehr Marcus Mariota.
Trey Hendrickson (Cincinnati Bengals) Defensive End Trey Hendrickson von den Cincinnati Bengals wird sich in dieser Woche einer Operation an der Rumpfmuskulatur unterziehen und fällt voraussichtlich rund sechs Wochen aus. Das berichtet NFL-Insider Adam Schefter. Die Verletzung zog er sich bereits in Woche 6 gegen Green Bay zu. Zwei Wochen später spielte er gegen die Jets. Trotz empfohlener Pause und Reha trat keine Besserung ein, weshalb nun operiert wird.
CeeDee Lamb (Dallas Cowboys) Die Dallas Cowboys sorgen sich um Star-Receiver CeeDee Lamb. Der 26-Jährige zog sich im Topspiel bei den Detroit Lions eine Gehirnerschütterung zu und befindet sich im Concussion Protocol. Ob die zehn Tage bis zum nächsten Spiel der Cowboys gegen die Minnesota Vikings reichen werden, bleibt abzuwarten.
Jalen Carter (Philadelphia Eagles) Die Philadelphia Eagles müssen womöglich mehrere Wochen auf Defensiv-Star Jalen Carter verzichten. Der Defensive Tackle unterzog sich bereits am vergangenen Montag einem Eingriff an beiden Schultern und soll von Woche zu Woche neu bewertet werden. Carter soll jedoch nicht auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt werden.
Deshaun Watson (Cleveland Browns) Feiert Deshaun Watson in dieser Saison noch sein Comeback? Der Quarterback der Browns kann wieder trainieren. Sollte er innerhalb von 21 Tagen von den Browns als spielfähig deklariert werden, stünde einem Comeback nichts mehr im Weg. Watson hatte sich in der vergangenen Saison die Achillessehne gerissen und musste seitdem pausieren.
Nach Meinung des 67-Jährigen fehlen bei seiner Mannschaft "ein oder zwei Spielzüge. Und genau darum geht es in diesem Spiel."
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Andy Reid gibt sich kämpferisch
Ein oder zwei Spielzüge, die zugunsten der Chiefs verlaufen müssen. Seien es Strafen, Ballverluste, etc. "Wir sind genau in dieser Position, dass wir das Blatt wenden können, wenn wir diese zwei, drei Spielzüge herausfinden."
Das Problem: Die Zeit für die Chiefs läuft ab. Dennoch gibt sich Reid kämpferisch. "Von außen wird man nicht viel Positives hören, also muss man sich darüber im Klaren sein, wo man wirklich steht und welche Chancen man hat. Es gibt immer noch Chancen."
Neben den Texans am kommenden Wochenende warten im weiteren Saisonverlauf noch die Los Angeles Chargers, Tennessee Titans, Denver Broncos und Las Vegas Raiders.
Mit Ausnahme der Titans und Raiders alles Teams, die vor den Chiefs liegen.