Katastrophe schon vor Saisonstart
Formel 1 2026: Aston Martin braucht einen kompletten Neustart - Kommentar
- Aktualisiert: 03.03.2026
- 11:23 Uhr
- ran.de
Aston Martin versinkt im Chaos. Vor dem Saisonstart in Melbourne ist das Auto langsam, der Motor gerade so vorhanden und das Team abgeschlagen. Es braucht einen kompletten Neuanfang - ohne die Familie Stroll. Ein Kommentar.
Von Kai Esser
Die Stimmung im Fahrerlager der Formel 1 ist bestens. Aktuell machen sich die Teams auf nach Melbourne, wo am kommenden Wochenende wieder die Motoren aufheulen und eine neue Ära der Königsklasse des Motorsports einleiten.
Bei allen?
Nein. Bei einem Team ist die Stimmung am absoluten Tiefpunkt: Aston Martin. Im britischen Rennstall funktioniert aktuell gar nichts. Nicht das Auto, nicht der Motor, nicht das Team.
Aktuell wird sogar darüber spekuliert, dass die beiden Autos nur die Mindestanzahl der Trainingsrunden absolvieren, um starten zu können - und nach wenigen Runden aufgeben. Eine Farce, die der Rennserie schadet.
Und das letzte Signal, das nun endgültig deutlich macht: Es braucht einen kompletten Neuanfang - ohne Teambesitzer Lawrence und Fahrer Lance Stroll.
Formel 1: Bei Aston Martin gilt keine Leistungskultur
Nicht falsch verstehen: Dass aktuell alles den Bach runter geht, ist weder Lawrence noch Lance Stroll allein zuzuschreiben. Ein derartiges Versagen ist immer ein Zusammenspiel aus einer Menge negativer Dinge.
Allerdings ist Aston Martin - oder vorher Racing Point - seit jeher ein Negativbeispiel für nicht vorhandene Leistungskultur. Oft wird ein wenig abfällig auf die dunkelgrünen Renner geschaut.
Fernando Alonso ist sowieso nur noch wegen des Namens dort. Nicht, dass der Spanier kein Auto mehr fahren könnte, aber bereits seit seiner McLaren-Zeit ist die kompetitive Ader des zweimaligen Weltmeisters etwas versiegt.
Und Lance Stroll? Dass er nicht der schnellste Fahrer auf dem Grid ist, ist nichts Neues. Wäre sein reicher Vater nicht, wäre er längst in einer niederklassigen Rennserie. Aber nicht nur ist er nicht schnell, in jedem zweiten Rennen leistet er sich teilweise peinliche Fehler.
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Nun beginnen die peinlichen Fehler bereits, bevor auch nur ein Kilometer außerhalb der Testfahrten absolviert ist.
Die Außendarstellung ist jetzt schon irreparabel beschädigt. Angeblich musste sich Adrian Newey persönlich im Werk der Briten entschuldigen und eingestehen, dass "nichts funktioniert".
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Inklusive des neuen Aggregats von Honda. Dass die Briten auf den Antrieb der Japaner gewechselt sind, könnte die schlechteste Entscheidung der noch relativ jungen Teamgeschichte sein.
Zuvor waren die Racing Points als die "pinken Mercedes" verschrien - weil sie so schnell waren. Doch diese Zeiten sind lange vorbei.
Formel 1: Aston Martin braucht klaren Cut
Es braucht einen klaren Schnitt. Lawrence Stroll sollte sich entweder von dem Team trennen oder sich zumindest aus jedwedem operativen Geschäft so weit wie möglich heraushalten. Das schafft ein Gene Haas beim gleichnamigen Konkurrenten schließlich auch.
Lance Stroll, der scheinbar nichts zur Entwicklung des Autos beitragen kann, sollte ebenfalls abdanken. Und Alonso? Solange er nur für seine eigene Bespaßung fährt, sollte auch er keine Zukunft im Team haben.
Einzig Adrian Newey sollte übrigbleiben, um das Auto für 2027 in Schuss zu kriegen. Denn 2026 ist bereits jetzt so gut wie verloren. Es wird gegen Cadillac um Platz elf der WM gehen.
Damit diese Ära der Formel 1 kein völliges Desaster für Aston Martin wird. Bereits vor dem ersten Rennwochenende.